Bei der Montage von Solarmodulen in großem Maßstab verursachen mechanische Befestigungselemente echte Engpässe – zusätzliches Gewicht, Spannungskonzentrationen, Korrosionsrisiko und längere Taktzeiten an der Fertigungslinie. Für Forschungs- und Entwicklungsingenieure, Produktentwickler und Produktionsteams in der Photovoltaik- und Erneuerbare-Energien-Fertigung stellt sich nicht mehr die Frage, ob das Kleben in Ihren Prozess gehört. Vielmehr geht es darum, welcher Klebeansatz einer mehr als 25-jährigen Witterungseinwirkung im Freien standhält und gleichzeitig einen effizienten Produktionsablauf gewährleistet.
Warum das Kleben in der PV-Fertigung an Bedeutung gewinnt
Herkömmliche mechanische Befestigungsmethoden wurden für eine andere Ära der Solartechnologie entwickelt. Heutige Module sind dünner, leichter und bestehen aus immer vielfältigeren Materialkombinationen – Glas, Rückseitenfolien, Rahmen, Anschlussdosen und Montagehalterungen, die sich bei besonderer Beanspruchung durch Temperaturwechsel unterschiedlich stark ausdehnen und zusammenziehen. Starre mechanische Verbindungen können diese Bewegungen nicht ohne Spannungsaufbau ausgleichen.
Die Klebeverbindung verteilt die Last über die gesamte Klebefläche, anstatt sie auf die Befestigungspunkte zu konzentrieren, was das Risiko von Mikrorissen und Delaminationen über die gesamte Lebensdauer eines Moduls verringert. Für Konstruktions- und Entwicklungsteams eröffnet dies zudem neue Möglichkeiten: Die Verklebung ermöglicht eine klarere Optik, schlankere Profile und größere Freiheit bei der Modulgeometrie, was eine schraubenbasierte Montage einfach nicht leisten kann. Da Solarhersteller auf eine höhere Leistungsdichte und niedrigere Systemnebenkosten hinarbeiten, ist die Fähigkeit, unterschiedliche Substrate zuverlässig zu verkleben, mittlerweile zu einer zentralen technischen Anforderung geworden und nicht mehr nur eine Nischenoption.
Das DuploCOLL-Portfolio von Lohmann für PV und Erneuerbare Energien: Entwickelt für den Einsatz im Freien
Die Klebe-, Dichtungs- und Schutzlösungen von Lohmann für den PV- und Erneuerbare-Energien-Sektor sind speziell auf die Bedingungen ausgelegt, denen Solarmodule im Freiluftbetrieb ausgesetzt sind. Das bedeutet Formulierungen, die anhaltender UV-Strahlung, starken Temperaturschwankungen und langfristiger Feuchtigkeit standhalten – nicht nur im Labor, sondern im Echtbetrieb über die gesamte Betriebsdauer einer installierten Anlage hinweg.
Das Portfolio ist so konzipiert, dass es sich nahtlos in bestehende Fertigungs- und Montageprozesse integrieren lässt, sodass in der Produktion keine störenden Umrüstungen der Fertigungslinien vorgenommen werden müssen. Die Lösungen umfassen Klebe- und strukturelle Befestigungen, Kantenversiegelung sowie Oberflächenschutz und bieten Beschaffungs- und Entwicklungsteams eine zentrale Anlaufstelle für vielfältige Montageanforderungen. Für Hersteller, die mit Modularchitekturen der nächsten Generation oder neuartigen Materialkombinationen arbeiten, unterstützt Lohmann zudem die gemeinsame Entwicklung – in enger Zusammenarbeit mit Ihren F&E- und Produktentwicklungsteams vom Konzept bis zur Industrialisierung und Markteinführung.
Die Wahl des richtigen Klebeverfahrens für Ihren Montageprozess
Nicht jede Herausforderung bei der Solarmodulmontage erfordert dieselbe Lösung. Wenn Ihr Hauptanliegen darin besteht, ein mechanisches Befestigungselement in einer tragenden Anwendung zu ersetzen, benötigen Sie ein Klebeband oder einen Klebstoff mit ausreichender Scherfestigkeit und Kriechfestigkeit, um langfristige statische Belastungen zu bewältigen – insbesondere bei Dach- und Freiflächenanlagen, bei denen Windsog ein entscheidender Konstruktionsfaktor ist. Wenn Sie Modulkanten abdichten oder empfindliche Komponenten vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützen, verlagern sich die Leistungskriterien hin zur Haftung auf Substraten mit niedriger Oberflächenenergie und zur Beständigkeit gegen hydrolytischen Abbau.
Beschaffung und Konverter, die in großen Mengen einkaufen, sollten zudem die Prozesskompatibilität berücksichtigen: Aushärtungszeit, Temperaturbereich in der Anwendung und die Eignung des Klebstoffs für die automatisierte Dosierung oder Klebebandapplikation. Die technischen Experten von Lohmann – darunter der Anwendungsspezialist Thomas Fogel – arbeiten direkt mit den Herstellern zusammen, um die Lösungen aus dem Portfolio genau auf Ihr spezifisches Substrat, Ihre Umgebungsbedingungen und Ihre Produktionsvorgaben abzustimmen, wodurch Qualifizierungszeiten verkürzt und Entwicklungsrisiken reduziert werden.
Fazit
Das Kleben bei der Montage von Solarmodulen ist kein Ersatz für mechanische Befestigungen – es ist ein etablierter technischer Ansatz, der die Zuverlässigkeit verbessert, das Gewicht reduziert und die Designflexibilität unterstützt, die die moderne PV-Fertigung erfordert. Lohmann bringt 175 Jahre Klebe-Know-how in den Sektor der erneuerbaren Energien ein – mit einem Produktportfolio und einem Anwendungsunterstützungsmodell, das auf Ihren Entwicklungs- und Produktionszeitplan zugeschnitten ist.
Wenden Sie sich an das Lohmann-Team, um Ihre spezifischen Herausforderungen bei der Montage zu besprechen und herauszufinden, welche Lösung zu Ihrem Prozess passt.